FR. P. EGBERT (WILHELM) POTTHOFF OP
Fr. Egbert Potthoff wurde am 23. September 1919 in Brühl geboren.
Er besuchte das Gymnasium der Salvatorianer in Steinfeld. Das Abitur machte er nach Schließung der Schule durch die Nazis 1938 in Brühl. Aus dem Zweiten Weltkrieg kam er mit einer schweren Verwundung zurück.
Er begann 1945 sein Theologiestudium für die Salvatorianer an der Phil. Theol. Hochschule in Passau. 1946 wurde er in Walberberg eingekleidet. Am 16. November 1947 legte er seine Profess ab. Die Priesterweihe empfing er am 25. Juli 1951 in Walberberg.
Seine Seelsorgstätigkeit begann er 1952 als Subpräfekt am Kolleg St. Thomas in Vechta. Im Hinblick auf eine geplante Gründung wurde er 1956 nach Bielefeld gesandt. Dort war er Krankenhausseelsorger am "Klösterchen".
1962 kam er nach Münster und arbeitete in der Schulabteilung des Generalvikariats. Zugleich war er Subsidiar an St. Ludgeri und hielt Vorträge und Predigten. Viele Jahre war er Oberer der Münsteraner Kommunität, die maßgeblich von Doktoranden aus mehreren Ordensprovinzen geprägt war.
Ein Schlaganfall schränkte seine Wirkungsmöglichkeiten ein.
1981 wurde er nach Hamburg versetzt und übernahm die Seelsorge für die Behinderten in der Hansestadt und in Schleswig‑Holstein.
Seit 1988 versah er fünf Jahre lang eine Aushilfe in Barsbüttel. Als sein Gesundheitszustand sich verschlechterte fand er 1993 liebevolle Pflege im St Hedwig‑Stift in Vechta.
Er starb am Morgen des 9. November 1994. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Grabstätte der Dominikaner auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg.
Fr. Egbert war von Natur aus ein aufgeschlossener und fröhlicher Mensch, der auch den guten und schönen Seiten des Lebens zugetan war. Der Zugang zu Menschen war ihm leicht, und er fand viele Freunde, denen er über Jahre die Treue hielt.
Seine Liebe gehörte der Predigt, bei der ihm Gläubige, Priester und Ordensleute gern hörten. Die Begleitung von behinderten Menschen war ihm ein Herzensanliegen.
Die Dominikaner in Hamburg
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