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fr. P.Rainald
Rensing
† 5. November 2009

Rainald Rensing

 

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In den Abendstunden des 5. November 2009 verstarb
nach kurzem Aufenthalt im Gertrudis-Hospital Westerholt,
versehen mit den Sakramenten der Kirche, unser Mitbruder

Pater Rainald Rensing OP

* 24. November 1928       † 5. November 2009

Der Herr schenke ihm die ewige Ruhe
und das ewige Licht leuchte ihm.
Herr lass ihn ruhen in Frieden.
Amen.

 

P. Thomas Krauth OP, Prior
Dominikanerkonvent
Weidestraße 53, 22083 Hamburg
 

Das Requiem und die Beisetzung fanden am 13. November 2009 statt.

P. Rainald Rensing wurde am 24.11.1928 in Wanne-Eickel geboren und auf den Namen Heinrich getauft. Von der Schulbank weg wurde er 1944 zum Schanzen nach Arnheim geschickt, von wo ihn seine Eltern herausholen konnten, bevor die Luftlandung der Alliierten dort einsetzte.

Nach kurzem Schulunterricht wurde  er im November 1944 zur Wehrmacht eingezogen, an die Ostfront verlegt, konnte mit seiner Einheit aus einem Kessel bei Thorn ausbrechen und bis in den Westen kommen. Dort erwartete ihn die amerikanische Kriegsgefangenschaft in dem berüchtigten Lager Kreuznach, aus der er schwer krank im September 1945 entlassen wurde.

1947 bis 1949 machte er eine kaufmännische Lehre in der Brauerei Hackert und war danach dort als Industriekaufmann  tätig. Aber es regte sich in ihm der Wunsch, Priester zu werden.1954 ging er an die Schola der Dominikaner im Konvent Düsseldorf. Nach dem Abitur am Gymnasium Marianum in Neuss trat er im Herbst 1960 in Warburg in den Dominikanerorden ein und legte am 31. Oktober 1961 Profess ab.

Philosophie und Theologie studierte er in Walberberg. Am 23. Juli 1966 er wurde zum Priester geweiht. Seine erste Aufgabe war Kaplan an Sankt Sophien in Hamburg. 1974 wurde er zum Prokurator in Vechta bestellt. Schon wenige Monate später wurde er nach Walberberg versetzt und übernahm bis 1988 die Leitung der neu errichteten Walberberger Bildungsstätte.

1974/76 führte  er zudem  die Wirtschaftsgeschäfte des Klosters. Den Gästen des Hauses widmete er sich mit großem Interesse.  Nicht zuletzt sein praktischer Sinn und sein Einsatz haben den Walberberger Konvent in den schwierigen Jahren nach dem Ende der Hochschule der wirtschaftlichen Sorgen enthoben.

Diese segensreiche Tätigkeit  musste er wegen einer Vielzahl kleinerer Schlaganfälle aufgeben, die sein Leben in Gefahr brachten. Von 1990 an sorgte seine Schwester Elisabeth in Westerholt für ihn. Ihrer starken und hingebungsvollen Pflege und der stets bereiten Hilfe guter Ärzte ist es zu danken, dass sein Gesundheitszustand sich festigte.

Die Beziehung  zum Hamburger Konvent, in dem er seit 1994 assigniert war, war ihm immer wichtig. Trotz abnehmender Kräfte, die ihn 10 Jahre an den Rollstuhl fesselten, konnte er einen erfüllten Lebensabend  verbringen. Sein 40-jähriges Priesterjubiläum und seinen 80. Geburtstag feierte er im großen Kreis der Verwandten, Mitbrüder und Freunde

Menschen, denen er in seinem Apostolat  begegnete, bewahrte er in seinem treuen Gedächtnis und blieb an ihrem Leben interessiert.Sein langes Leiden hat er mit stetig wachsender Geduld und innerer Zufriedenheit angenommen.

Am 5. November 2009 gab er, gestärkt durch die Sakramente der Kirche, im Gertrudis-Hospital in Westerholt sein Leben in Gottes gute Hand zurück. Er ruht auf der Grabstätte der Hamburger Dominikaner in Hamburg-Ohlsdorf.

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