Hamburg, den 25. Dezember 2008 am HOCHFEST DER GEBURT DES HERRN
Liebe Freunde unseres Hamburger Konventes,
Vieles im Leben versickert allzu leicht im Sand der sogenannten Selbstverständlichkeit, um so wichtiger ist es, sich die Zeit zu nehmen zurückzublicken, nachzudenken, Wichtiges und scheinbar Unwichtiges sich bewusst zu machen und dankbar sich zu erinnern.
Wir danken an Weihnachten Gott für seine Liebe, die in seinem Sohn, dem kleinen Kind von Bethlehem, Mensch geworden ist.
Wir danken Gott dafür, dass er in seinem Sohn unsere Menschennatur vergöttlicht hat.
Wir danken gegen Ende des Jahres 2008 an der Schwelle zum neuen Jahr allen, die sich von der Liebe Gottes leiten ließen und dadurch die Welt gottgefälliger und menschenfreundlicher gemacht haben.
Und wir danken all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Dienst, allen auf die wir uns verlassen können, die mit anpacken, wenn es nötig ist und nicht zuletzt unseren Wohltätern, ohne die vieles nicht möglich wäre. |
Hier nun für Sie unser Monatstelegramm 2008:
Vom 8.-11. Januar visitierte unseren Konvent Pater Provinzial Hans-Albert Gunk OP.
Ende Januar schloss P. Lambert sein Glaubenskurs-Seminar zum Buch von Papst Benedikt: Jesus von Nazareth ab.
Am 20. Januar begannen wir mit dem schrittweisen Austausch unserer Türschlösser. Mit sogenannten Transpondern und nicht mehr mit Schlüsseln lassen sich nunmehr unsere Türen öffnen und schließen.
Im Rahmen der 35. St. Ansgar Woche der katholischen Kirche in Hamburg lud unser Konvent am 5. Februar die Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften des Nordens zum ökumenischen Kommunitätentreffen zu uns ein. Etwa 120 Personen nahmen teil und hörten den Vortrag unseres Mitbruders und Leiters des Ökumenischen Institutes in Luzern Prof. Dr. Wolfgang W. Müller OP zu dem Thema: Fragend und lebend den Glauben weit machen. Oder: Welchen Platz haben die christlichen Kommunitäten in den Kirchen? In der Vesper, der Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke vorstand, predigte P. Wolfgang zu dem Thema: Das Licht Christi scheint auf alle. Mit einem gemeinsamen Mahl im Thomas-Saal klang die ökumenische Begegnung aus.
Am 12. Februar besuchten P. Thomas, P. Alfred, P. Reginald und P. Richard auf Einladung von Herrn Hans-Lothar Fauth, der als fr. Martin von 1947 – 1952 unserem Orden angehörte, die Hansestadt Lübeck. Auf dem Programm standen u.a. ein Empfang durch Stadtpräsident Peter Sünnewold im Rathaus mit Pressegespräch sowie eine Führung durch das ehemalige Dominikanerkloster (Burgkloster).
Seit der schweren Erkrankung unserer langjährigen Köchin Frau Anne Poerbohadi hat Bruder Hermann Meyer die Küche übernommen, und er kocht und backt hervorragend für uns. Natürlich betreut er den Garten weiter. Im neu gegründeten Besuchsdienst der Sankt Sophien-Gemeinde besucht er regelmäßig Menschen und gibt der „Geh hin Kirche“ (s)ein Gesicht.
Seit März bot P. Laurentius zusammen mit dem Mittwochs-Club zehnmal Filmexerzitien an zum Dekalog von Kieslowski für einen Kreis von 30 Personen.
Am 15. März feierten wir das 10-jährige Orgeljubiläum der Sauer-Orgel von Sankt Sophien mit einem exzellenten Improvisationskonzert von eineinhalb Stunden von Wolfgang Seifen aus Berlin. Erstmals in Sankt Sophien konnte man per Kameraübertragung sehen, wie die Hände in die Tasten griffen.
In der Karwoche luden wir ein zum Mitbeten und Mitsingen unserer melodisch sehr schönen dominikanischen Trauermetten.
Nach 528 Jahren fand wieder ein dominikanisches Provinzkapitel in Hamburg statt; und zwar vom 13.-19. April im St. Ansgar-Haus. P. Thomas und P. Laurentius nahmen daran teil. In der feierlichen Vesper in Sankt Sophien am 17. April unterzeichnete der neugewählte P. Provinzial Dr. Johannes Bunnenberg OP das Wahldokument. Anschließend luden wir zum Empfang in unseren Konvent. P. Laurentius - bereits Mitglied im Diözesanpastoralrat - wurde ins Provinzkonsil gewählt. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem St. Ansgar-Haus wählte das Kapitel als Ort für das nächste Provinzkapitel in vier Jahren erneut Hamburg.
Vom 22.-25. Mai nahmen P. Karl und P. Laurentius teil am Katholikentag in Osnabrück.
Am Abend des 25. Mai feierten wir mit einer Eucharistiefeier und anschließendem Empfang P. Karls Goldenes Profess-Jubiläum. Dass Erzbischof Dr. Werner Thissen, Erzbischof em. Dr. Ludwig Averkamp und Weihbischof Norbert Werbs kamen, um dem Jubilar persönlich zu gratulieren, war eine große Freude nicht nur für den Jubilar.
Am 5. Juli fand zum 5. Mal der Sankt Sophien-Fußball-Cup der Katholischen Schulen Hamburgs statt. Schirmherr Erzbischof Dr. Werner Thissen eröffnete den Cup. P. Laurentius und P. Thomas waren mit am Ball beim Einlagespiel.
Vom 19.-29. Juli war P. Laurentius mit einem Betreuer-Team und 44 Kindern auf Zeltlager in Wrisbergholzen (bei Hildesheim).
Am 10. August feierten wir zusammen mit der Dominikanischen Laiengemeinschaft unseren Ordensvater Dominikus (8.8.).
Die IV. Mystische Nacht mit Johannes Tauler in Sankt Sophien am Samstag, dem 20. September, unter dem Thema: Lass dich – stimmen, wurde von dem alle zwei Wochen unter der Leitung von P. Thomas sich treffenden Mystik-Spirit-Kreis vorbereitet und begann erstmals mit einem selbsterstellten filmischen Präludium zu Tauler. Sie war liturgisch geprägt durch die Vesper mit Predigt und Komplet mit sakramentalem Segen und hatte durch den Soundcheck für die Ewigkeit (Tauler-Predigten gesprochen von Stefan Hartmann, am Marimbaphon Prof. Cornelia Monske) und den Gospel-Chor der Ghanaer besondere Akzente. Ein Büchertisch zur Mystik sowie Drinks und Kulinarisches im Nacht-Café sorgten für das entsprechende Ambiente der sehr gut besuchten mystischen Nacht.
Bei der Feier des 80. Geburtstags von Prof. Dr. Johann Baptist Metz (geb. am 5.8.) im Schloss Ahaus hielt unser Mitbruder Dr. Tiemo Rainer Peters OP als langjähriger enger Mitarbeiter eine Ansprache und überreichte die Festschrift: „Über den Trost. Für Johann Baptist Metz“, die Claus Urban und P. Tiemo im Grünewald-Verlag publiziert haben.
Am Sonntag, dem 28.9., feierten wir das Sankt Sophien-Fest mit einem Festgottesdienst im Schleidenpark und u. a. dem 1. Sankt Sophien-Lauf, den unser Erzbischof mit einem Pistolen-Schuss startete.
Seit Anfang Oktober haben wir keine Telefonanlage und damit keine gewöhnlichen Telefone mehr, sondern nur noch Handys und sind unter neuen Nummern zu erreichen.
Vom 7.-30. Oktober machte Fr. Daniel Stadtherr aus Leipzig sein Noviziatspraktikum bei uns. Und im Herbst war immer mal wieder Dennis Halft als Postulant bei uns zu Gast.
Am 17. Oktober wurde unser Mitbruder P. Tiemo 70 Jahre. Am 18.10. gab es aus diesem Anlass einen akademischen Akt in der Münsteraner Katholisch-Theologischen Fakultät – als kritische Auseinandersetzung mit seinem zweiten Buch: „Mehr als das Ganze. Nachdenken über Gott an den Grenzen der Moderne“ (Grünewald-Verlag, 2008). Am 27. Oktober feierten wir im Rahmen des Konventsausfluges P. Tiemos Geburtstag zusammen mit den Dominikanerinnen in Lage, wobei uns P. Tiemo ein Vortragsgeschenk machte mit dem Thema: „Reich Gottes – wo es ist und wem es gehört“.
Seit dem 15. November lebt Br. Stefan Maria Huppertz OFMCap. aus Oberhausen bzw. Münster mit in unserem Konvent. Bis zum Weißen Sonntag ist er als Diakon in Sankt Sophien tätig.
Vom 14.-15. November fand in der Katholischen Akademie Hamburg: eine Tagung statt zu dem Thema: Ein deutscher "Mainstream-Islam"? Formen, Perspektiven und Zielsetzungen. Die Veranstaltung wurde durchgeführt in Kooperation mit dem Dominikanischen Institut für christlich-islamische Geschichte, vertreten durch den Leiter P. Richard Nennstiel OP, der auch Kaplan in den Pfarreien St. Paulus in Billstedt und St. Stephanus in Mümmelmannsberg ist. Außerdem gehört P. Richard der Schriftleitung unserer Ordenszeitschrift: „Wort und Antwort“ an.
In der feierlichen Albertus-Magnus-Vesper machte Dr. Burkhard Conrad am 15. November in Sankt Sophien seine einfache Profess in der Dominikanischen Laiengemeinschaft. Anschließend gab es einen Empfang im Dominikanerkonvent. Seit November hat die Gemeinschaft eine neue Priorin: Frau Dr. Maria Schwarzenburg.
Die Senatskanzlei teilte am 18. November mit, dass der Herr Bundespräsident auf Vorschlag des Präsidenten des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
P. Dr. Karl Meyer OP verliehen hat. Die Auszeichnung wird Herr Senator Dietrich Wersich am Dienstag, dem 20. Januar 2009 im Turmsaal des Rathauses überreichen.
Am 24. November feierten wir in Herten bzw. Westerholt den 80. Geburtstag unseres Mitbruders P. Rainald Rensing OP. Sehr viel Freunde und Bekannte waren gekommen, um in der Krankenhauskapelle mit P. Rainald im Beisein von P. Provinzial Dr. Johannes Bunnenberg OP, P. Prior Thomas und P. Karl Gott mit einer Eucharistiefeier zu danken.
In der Domfestwoche zur Wiedereröffnung des neuen Mariendoms gestaltete P. Karl eine Liturgische Nacht zu dem Thema: „Gott schafft sich Raum und lässt uns Zeit“.
Am Donnerstag, dem 4. Dezember, wurde der seit vielen Jahren stillgelegte und vor sich hinbröckelnde hohe Beton-Schornstein zwischen Konventsgebäude und Sankt-Sophien-Kirche, der die Sakristei verschattete mit einem Spezial-Kranfahrzeug abgetragen. Jedes Betonringsegment wog 1,7 Tonnen.
Bereits Mitte Dezember erschien das neue Buch unseres Mitbruders Prof. Dr. Ulrich Horst OP, Dogma und Theologie. Dominikanertheologen in den Kontroversen um die Immaculata Conceptio (Quellen und Forschungen zur Geschichte des Dominikanerordens N.F. Bd. 16), Berlin 2009. Zuvor war bereits sein Aufsatz erschienen: Robert Bellarmin und die Vulgata. Ein Beitrag zur Diskussion über die päpstliche Unfehlbarkeit, in: Theologie und Philosophie 83 (2008) 179-208.
P. Rudolf konnte im Dezember ein umfangreiches Manuskript abschließen, das im August 2009 im Herder-Verlag als ein „Lexikon für Prediger“ erscheinen wird.
P. Lambert war auf Grund der körperlichen Schwächung, die seine schwere Krankheit mit sich bringt, ab Herbst stärker an Zimmer und Bett gebunden und muss nahezu jede Woche zu Untersuchungen und Therapie das Krankenhaus aufsuchen.
P. Siegbert Kleene ist seit Sommer vergangenen Jahres in Bad Wörishofen als Hausgeistlicher bei den Dominikanerinnen tätig, mit gleichem Auftrag lebt P. Prof. Dr. Anselm Hertz bei den Dominikanerinnen in Cazis/Graubünden.. P. Rudolf und P. Karl begleiteten im Laufe des Jahres mehrere Exerzitienkurse. P. Rudolf, P. Reginald und P. Alfred halten die Gottesdienste für die Missionarinnen der Nächstenliebe im Haus Betlehem. In Hamburg und über die Stadt hinaus haben wir eine Vielzahl von Gottesdienst-Aushilfen übernommen. Den Hauptanteil davon trägt P. Reginald.
Im Gebet mit Ihnen verbunden wünschen Ihnen
Ihre Dominikaner in Hamburg
eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit und ein glaubensstarkes Jahr 2009
|