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Hamburg, den 25. Dezember 2006 am HOCHFEST DER GEBURT DES HERRN
Dieses Jahr beschert die Deutsche Post uns zur Weihnachtszeit mit der Erinnerung an Bilder, die vor 600 Jahren der Dominikaner Meister Francke im Hamburger Dominikaner-
kloster St. Johannis geschaffen hat.

Sie gehören zum Thomas-Altar, der den Apostel Thomas, den damals in Nordeuropa sehr verehrten Bischof und Märtyrer Thomas Becket und den Dominkaner-Theologen Thomas von Aquin hervorhob. Sie alle stehen für den Glauben an Jesus, ihren Herrn und Gott, wie der Apostel Thomas ihn bekannt hat.
Meister Francke sieht als die erste Glaubenszeugin Maria. Sie schaut auf das neugeborene Kind und bekennt schon am Anfang seines Lebens: "Mein Herr und mein Gott!" So steht es auf dem Spruchband. Das kann der Apostel erst nach der Auferstehung und nach großen Zweifeln.
In voller Schönheit kann man das Bild in der Hamburger Kunsthalle anschauen.
"Mein Herr und mein Gott!"
So grüßen wir mit Maria
und den großen Zeugen des Glaubens
Jesus auch heute in der Welt.
Wir wünschen Ihnen aus der Kraft des Geheimnisses von Weihnachten ein gesegnetes Jahr des Herrn 2007.
Die Dominikaner in Hamburg
Hamburg, den 25. Dezember 2006 am HOCHFEST DER GEBURT DES HERRN
Verehrte, liebe Freunde unseres Konventes!
In diesem Jahr ein kurzer Rückblick und Ausblick als Beilage. Es war ein leicht bewegtes Jahr.
P. Albert Seul wurde im Mai nach Vechta versetzt, nachdem er seine ersten 5 Priesterjahre hier mit großem Erfolg gearbeitet und dazu unseren Konvent mit seiner rheinischen Lebensart erfreut und bereichert hat.
Dort übernahm er Aufgaben an unserem Kolleg und an der Hochschule Vechta, seine Stelle hier übernahm P. Laurentius Höhn, der vorher 10 Jahre dort tätig gewesen war.
Beide hatten im Oktober ein schönes Gemeinschaftsprojekt, nämlich bei Jörg Pilawa den Orden gut zu repräsentieren. Dazu haben sie auch noch eine Menge Geld für unsere beiden Konvente gewonnen.
Im Oktober haben wir zusammen mit Erzbischof Dr. Werner Thissen der Tatsache gedacht, dass wir nun 40 Jahre im "Kloster" an der Weidestraße leben. Der Erzbischof hob dabei die Wichtigkeit unserer Präsenz und unseres Dienstes hervor.
Für uns sind die 40 Jahre ein "bedenkliches" Jubiläum, das der Standortbestimmung dient. Sehr erfreulich war, dass alle unsere Architekten an der Feier teilnehmen konnten: die Herren Bunsmann, Rau und Scharf, die das Haus gebaut haben, und dazu Herr Kremserskothen, der in den letzten Jahren einiges an unserer Einrichtung stilistisch durchgearbeitet hat.
Dieses "Stadtkloster" - es ist in der Tat der einzige für diesen Zweck konzipierte Bau in Hamburg - ruft immer wieder die Medien auf den Plan. Auch bei diesem Anlass war es so. Das Echo war umso größer, als die Pilawa-Aktion genau in dieselben Tage fiel.
Im November wurde P. Bernhard Venzke nach Leipzig versetzt. Seit Februar vergangenen Jahres gehörte P. Bernhard zu unserem Konvent. Einen großen Teil dieser Zeit begleitete er eine Kreuzfahrt rund um die nördliche Halbkugel. Jetzt tut er das gerade ein zweites und letztes Mal. Von den Erfahrungen bei der ersten Reise hat er auch mehrfach in der 'Neuen Kirchenzeitung' berichtet.
In denselben Tagen kam P. Richard Nennstiel zu uns. Er ist Neupriester und arbeitet das erste Jahr als Kaplan in St. Paulus in Billstedt. Vor seinem Eintritt in den Orden war er Offizier bei der Bundeswehr und hatte das Studium der Philosophie abgeschlossen.
Schon lange gehört sein besonderes Interesse dem Islam. So hat er sein zur Ausbildung gehöriges priesterliches Pastoralpraktikum in Istanbul bei den Dominikanern und in der deutschen Gemeinde absolviert (vgl. kontakt 34,73-75). Im Zusammenhang mit einem Bericht über den Papstbesuch in der Türkei erschien ein ausführliches Interview mit ihm in der 'Neuen Kirchenzeitung'.
Wie immer ist unser Grunddienst das gemeinsame Chorgebet und die Eucharistiefeier. Es ist ein für viele unauffälliger Dienst an der Stadt und an der Kirche vor Gott.
Zum vergangenen Jahr gehört natürlich auch eine Vielzahl von anderen Diensten, seien es die in der Pfarrei, seien es Vorträge, Exerzitien, Einkehrtage, Predigtreihen. Langjährige Angebote sind der charismatische Gebetskreis von P. Siegbert und der theologische Glaubenskurs - in diesem Jahr zum Thema "Christlich leben nach den NT" - von P. Lambert.
P. Rudolf arbeitet stetig im Hintergrund an dem großen Projekt eines Predigt-Lexikons.
Ein sehr schönes und sehr gut angenommenes Event war die "Nacht der offenen Kirchen" in St. Sophien, die wieder den dominikanischen Mystikern gewidmet war. Fast 250 Gäste sind lange zum Vortrag über Meister Eckhart und zu den Lesungen aus seinen Texten, sowie zum Stundengebet in unserer Kirche geblieben.
Inneres Licht soll von der Kirche ausgehen - gern auch äußeres. So hat P. Thomas dafür gesorgt, dass St. Sophien seit Weihnachten den Vorübergehenden und Vorbeifahrenden als ein warm leuchtender und gegliederter Baukörper ins Auge fällt.
20 x 40 = 800 Jahre sind in diesem Dezember vergangen, seit der Beginn des Ordens der Prediger durch die Gründung des kontemplativen Dominikanerinnenklosters von Prouilhe historisch greifbar geworden ist.
Den Anfang des Jubiläumsjahres haben wir in dem einzigen kontemplativen Dominikanerinnenkloster im Bereich unserer Ordensprovinz "Kommende Lage" bei Osnabrück zusammen mit Bischof Franz-Josef Bode gefeiert.
Es gab einen historischen Vortrag zu den Anfängen des Ordens, und auch die fundamentale Frage: "Was ist Kontemplation?", wurde behandelt.
Jubiläen sind nur sinnvoll, wenn man mit ihnen in die Zukunft geht.
Wir selbst stehen in einer Phase des Übergangs. Das Priorat von P. Karl ist im Dezember nach drei dreijährigen Amtszeiten zu Ende gegangen. Ein neuer Prior ist zu wählen, der den Konvent in den nächsten Jahren leitet. Die Wahl steht für Mitte Januar an.
Immer geht es um Vertiefung unserer Wurzeln und Ausweitung unseres Dienstes.
Dabei kann uns ein Satz aus Frère Roger's von Taizé letzter öffentlicher Stellungnahme in Lissabon (Dezember 2004) hilfreich sein: "Wir werden uns nicht entmutigen lassen, sondern den Heiligen Geist auf unsere Unzulänglichkeiten herabrufen."
Gegenwärtig führt P. Lambert als 'Supprior in capite conventus' den Konvent und seine Geschäfte.
Die Dominikaner in Hamburg
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